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Infostand

„Im Gedenken an die Opfer rechtsextremistischer Gewalt“

Ingelheimer Bündnis beteiligte sich an bundesweitem Aktionstag

Unterschriften von 110 000 Bundesbürgern hat die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) im Rahmen ihrer Kampagne "NPD-Verbot jetzt!" gesammelt. In einem Schreiben wenden sich die Unterzeichner an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages und fordern die Aufnahme eines neuen Verfahrens zum Verbot der NPD.

Mit einem bundesweiten Aktionstag am 1. September unter dem Motto "100 mal nonpd" wurde die letzte Kampagnenrunde eingeleitet.

In-RAGE - das „Ingelheimer Bündnis gegen Rassismus und Gewalt e.V.“ hat sich mit einem Infostand auf dem neuen Marktplatz an an dieser Aktion beteiligt und dabei insbesondere auch auf Aktionen der NPD an rheinland-pfälzischen Schulen aufmerksam gemachent; gleichzeitig wurde mit einer "Mahnwand" der Opfer rechtsextremistischer Gewalt in den vergangenen Jahren gedacht.

Die NPD bemüht sich seit geraumer Zeit darum, junge Menschen mit jugendspezifischen Angeboten in ihren Bann zu ziehen. Die Initiatoren haben sich daher zum Ziel gesetzt, Eltern, Lehrer und SchülerInnen zu sensibilisieren und über neonazistische Inhalte, Musik und Kleidung zu informieren. Darüber hinaus sieht in-RAGE in einem Verbot der NPD ein notwendiges und wirksames Mittel, deren Aktivitäten zukünftig und dauerhaft zu unterbinden. Vor diesem Hintergrund wird am kommenden Samstag die bundesweite Unterschriftenaktion für ein erneutes Verbotsverfahren unterstützt.

Seit Beginn der 90er Jahre starben weit mehr als 130 Menschen durch rechtsextremistische Gewalt. Mit „Mahntafeln“ hat in-RAGE am 1. September an jedes einzelne Schicksal erinnert, nicht zuletzt, um damit die Forderung nach einem NPD-Verbot eindrucksvoll zu untermauern. Unverhohlen bietet die NPD Gewalttätern eine politische Heimat, propagiert sie auch immer wieder Gewalt zur Durchsetzung ihrer politischen Ideologien durch ihre Mitglieder. Die rassistischen, antisemitischen und fremdenfeindlichen Aussagen der NPD sind in hohem Maße für ein geistiges Klima verantwortlich, in dem vielfältige strafbare und menschenverachtende Handlungen gedeihen. Mit ihrer Unterschrift für ein NPD-Verbot habenr Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit zu verhindern, dass ein solches Klima über den Parteienstatus der NPD weiterhin gesellschaftlich anerkannt und schließlich auch noch über Steuergelder gefördert wird.